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MARIVA - allerlei Gedankensprünge

 

 

G E D A N K E N S P R ü N G E

zu Toleranz
& 
voreingenommener Befangenheit

 

 

Es war ein sehr heißer Sommer, der bis spät in den Herbst hinein noch die Nächte tropisch erwärmte. Ich hatte Freunde abends in den Garten eingeladen, unverbindlich und ohne besonderen Anlass, um gemeinsam bei Käse und Rotwein und zu plaudern..

Die Freunde hatten eine unter ihnen beauftragt, einen Blumenstrauß mitzubringen, sie kam als Letzte und wir saßen schon fröhlich beisammen. - Hier ist es üblich, den Strauß noch in der jeweiligen Umhüllung zu überreichen. Natürlich freute ich mich, suchte nach einer passenden Vase und entfernte die mit bunten Papierschlangen versehene Umhüllung.

Es war ein großer Strauß weißer Rosen. Ich stellt ihn die Vase und versuchte meine Betroffenheit zu verbergen. Obwohl Europa inzwischen zusammengewachsen ist, so hat doch jeder in Kindheit und Jugend bewusst oder unbewusst die Angewohnheiten eines eingeborenen Kulturkreises verinnerlicht. 

Weiße Blumen gab es für mich wie selbstverständlich nur in Kränzen oder Gestecken bei Beerdigungen. Der schöne Strauß hatte mich verschreckt; - doch er stand fast eine Woche prächtig in der Vase,  und ich musste immer wieder an eine Begebenheit im Zusammenhang mit dem plötzlichen Tod meines Lebensgefährten denken. Es geschah unvorbereitet und in der Nacht. Als ich dann am nächsten Morgen eine meiner Töchter anrief, sagte sie "und Mama hat alle Fenster geöffnet". Dies hatte ich wie selbstverständlich getan.

In katholischen Ländern schließt man die Fenster. 

Ich will nicht darüber nachdenken, ob das Öffnen zum Entweichen der Seele dient und das Schließen sie noch ein wenig zurückhalten soll. Doch beides tut man wohl ohne es zu lernen, sondern als Verinnerlichung im angeborenen Kulturkreis. 

Man wird ungewollt vom eingeborenen Kulturkreis auch mit Befangenheit bis hin zum Vorurteil geprägt. - Befangenheit ist der Zustand einer Person, deren Urteilsvermögen eingeschränkt ist auf Grund von einseitig bewerteter Sachlage oder nicht ausgewogener Information, -  aber auch beeinträchtigt durch unbewusste Prägung des angeborenen Kulturkreises.

Ein unabhängiges und absolut objektives Urteilsvermögen dürfte generell schwierig sein und Intoleranz und Vorurteile sind gern versteckte Eigenschaften. Toleranz gegenüber Dritten kann nur bestehen, wenn sie kulturhistorisch angstfrei ist. Gefühle, die unterbewusst mit Angst belegt sind, können keine Toleranz üben.

Seit Jahrtausenden wird versucht, gegenüber Andersdenkenden tolerant zu sein. Wobei es einfach um das "DULDEN" fremder Sitten und Überzeugungen geht.

Im Römischen Reich wurden die Religionen unterworfener Völker toleriert, sofern sie die göttliche Verehrung des Kaisers als einigendes Band des Staates akzeptierten. Da Christen dies nicht taten, störten sie die öffentliche Ordnung u. ihnen gegenüber galt deshalb keine Toleranz. Man hatte nichts gegen Christen, aber sie verstießen gegen ein Gesetz, dass allumfassende Toleranz der zahllosen Religionen im Römischen Reich ermöglichte. Schon circa 55 Jahre nach Christi Geburt schrieb Paulus an die Römer: Wir sind aufgerufen, jeder Obrigkeit untertan zu sein, denn sie hat von Gott den Auftrag, Gut und Blut zu schützen (13, 1-7).

Erst das Toleranzedikt des Galerius im Jahr 311 beendete die Christenverfolgungen aus politischen Beweggründen mit der Ernennung zur religio licita (erlaubte Religion). Man war zur Einsicht gekommen, dass die Christen von der Verfolgung nicht entscheidend getroffen worden waren; vor allem in der Osthälfte des Reiches waren die Christen zahlreich, wenngleich auch dort immer noch eindeutig in der Minderheit. . Das Dekret enthält keine Bevorzugung der Christen, aber es erlaubte ihnen die Wiederherstellung ihrer Kirchen sowie ihre Zusammenkünfte, so weit sie die öffentliche Ordnung nicht stören. Außerdem forderte es die Christen auf, für das Wohl des Staates zu beten. (Quelle: Wikipedia)

Seit der Zeit des Römischen Reiches hat sich an der Toleranz, d.h. an der Duldung Andersdenkender eher einiges verschlechtert. Die christliche Kirchengeschichte sei nur eines der Beispiele. Auch Glauben ist eine Form des sich Auszeichnens gegenüber von Un- oder Andersgläubigen und beinhaltet nicht das "Dulden" des Anderen. - Da kommt sehr viel geistiger Besitzanspruch auf das "einzig Richtige" zum Ausdruck.

Als Jäger und Sammler war der Mensch noch toleranter, als er dann mit Ackerbau und Viehzucht sesshaft wurde, beanspruchte er territorialen Besitz und "duldete" keinen Anderen auf seinem Besitz. Auch Tiere markieren ihre Territorien und verteidigen sie sehr aggressiv. Bei den Menschen nennt man das dann Krieg; und um Krieg zu führen, muss man sich anders definieren als der "böse Nachbar". Hier zeigt sich wieder die beabsichtigte Prägung durch einen eingeborenen Kulturkreis.

Als kleines persönliches Beispiel: in Frankreich wurde ich häufig und werde ich jetzt immer seltener "sale boche" genannt.

Der Begriff boche wird überwiegend als herablassende, meist auch diffamierende Bezeichnung für Deutsche gebraucht. Sein Auftreten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fällt in etwa mit dem erneuten Aufkeimen des deutsch-französischen Konflikts 1870/71 zusammen. Weiterhin fand boche verstärkt Verwendung im Ersten und Zweiten Weltkrieg und ist auch heute noch gebräuchlich.

Aufgrund der "Kollektivschuld" meiner Generation am Grauen des III. Reiches war ich bereit, diese Bezeichnung ohne Erwiderung auf mich zu nehmen. Inzwischen aber hat sich der europäische Kulturkreis geändert, vielleicht auch erweitert; ich stelle fest, dass in Europa seit geraumer Zeit andere neue Bevölkerungsgruppen als verbale Angriffsobjekte dienen.

Noch ein kleines persönliches Beispiel: Ich glaubte mich wohl tolerant und frei von erwähnenswerten Vorbehalten, bis mir auf der Suche nach einer Bleibe ein sehr schönes Haus mit großem Garten preiswert angeboten wurde. Ich bat um kurze Bedenkzeit und schlenderte ein wenig durch die Gegend. Ungefähr fünfhundert Meter vom Haus entfernt war ein umfangreicher öffentlicher Stellplatz für Fahrendes Volk. - Das schlechte Gewissen bekannte sich zur Intoleranz und eine andere Bleibe wurde gesucht, wissend, dass die Entscheidung aufgrund eines Vorurteils getroffen war.

Beim Niederschreiben all dieser klugen Sprüche ruft mich meine Katze in den Garten, um fremde Kater zu verscheuchen, gegen die sie selbst machtlos ist, und die täglich eine Revierschlacht in unserem Garten durchführen, um ihn in Besitz zu nehmen und ihre eigene Ordnung einzuführen. - Es gibt da wohl wenig Unterschiede zwischen Tier und Mensch; nicht nur der eigene Kulturkreis gehört zur Zivilisation, - Erziehung und Bildung können Gier und Hass zwar eindämmen, aber erzeugen nicht selbstverständlich Duldung und Toleranz.

 

 

Nachtrag IIX/18 :

dieser Text wurde vor ca. 20 Jahren geschrieben - inzwischen hat sich nicht nur über Europa ein Schatten neuer INTOLERANZ gebreitet :

Die deutschen Flüchtlinge des Jahres 1945 u. später leben wohl nicht mehr, um ein Machtwort zu diesem aktuellen Egoismus zu sprechen, der Flüchlinge mit Brandanschlägen u. vielen anderen unzivilisierten Taten wieder zurück ins Mittelmeer werfen oder zurück in den Bomberkrieg schicken will.
Man denke darüber nach, dass bis zu 14 Millionen Deutsche 1945 ihre Heimat verloren und in die vier Besatzungszonen des vom Krieg zerstörten Restdeutschlands kamen. - 

HONGRIEle 23 octobre sera fête nationale en Hongrie en mémoire de l'insurrection de 1956 et de 200.000 réfugiés hongrois qui ont dû quitter leur pays pour se réfugier un peu partout en Europe.Viktor Orban quel age as-tu ??? 60 ans ??? Souviens-toi de 1956!Quand les Européens accueillait 200.000 réfugies hongrois !!!  photo : nov.1956Octobre 1956, la révolution de Budapest vient d’être écrasée dans le sang, les frontières sont ouvertes, le régime a laissé les frontières ouvertes, préférant voir passer à l’étranger une majorité de sa jeunesse et les fauteurs de trouble. Près de 200.000 Hongrois fuient en Autriche, d’abord, et en Yougoslavie ensuite, puis sont réinstallés dans plusieurs pays. Une certaine solidarité se met en place…En quelques jours, entre la fin octobre et le 7 novembre, 15.000 Hongrois arrivent en Autriche, dont 10.000 Hongrois pour le seul week-end du 4 au 6 novembre, témoigne le HCR. La semaine suivante, cela s’accélère. A la mi-novembre, 36.000 réfugiés sont arrivés. « L’exode s’amplifie, atteignant 80.000 fin novembre, avec un maximum atteint de 8500 personnes atteint en une seule journée » écrit Louis Henry dans la revue Population (publié par Persée, télécharger ici). Et le flux continue les mois suivants. Nous sommes en plein hiver. Il fait froid. La neige a fait son apparition. L’Autriche ouvre des camps, des écoles. Les particuliers, les églises se mobilisent. En Yougoslavie, les hotels de la côte sont réquisitionnés pour accueillir les réfugiés. Au total, jusqu’à début mars 1957, 173.000 hongrois arrivent en Autriche, et 18.600 arrivent en Yougoslavie. Vienne et Belgrade accueillent mais demandent l’aide et la solidarité des Européens et des Occidentaux.Un plan de réinstallation est mis en place, non sans difficultés… Une note interne à l’OTAN retrace les appels à l’aide de l’Autriche et de la Yougoslavie et leurs difficultés à prendre en charge cette masse de réfugiés sur une durée longue. « Les gouvernements autrichien et yougoslave ne peuvent à eux seuls prendre soin de ces réfugiés, les entretenir et leur fournir les secours immédiats dont ils ont besoin. (…) En dépit d’une aide financière considérable accordée par les gouvernements et de source privée, les gouvernements autrichien et yougoslave ont jusqu’à présent supporté une part excessive de cette charge » poursuit la note du comité politique de l’Alliance.Mais, à l’échelle de l’évènement, et de la situation d’aujourd’hui, on peut remarquer que la mobilisation et la prise en charge est rapide. « C’était le premier mouvement dans lequel les réfugiés étaient reconnus en masse » souligne António Guterres, le Haut commissaire aux réfugiés (HCR), en 2006, lors de la commémoration des 50 ans de cet exode. « Nous avions réinstallé 100 000 personnes dans les dix premières semaines ce qui, je crois, est inimaginable aujourd’hui. » Fin février 117.000 Hongrois sont ainsi repartis d’Autriche vers plusieurs pays, grâce à une politique de « quotas » d’accueil mis en place.photo : nov.1956

Victor ORBAN ........ du hast ein schlechtes Gedächtnis.

Ich kopiere hier nachstehend einige Betrachtungen, die ich am 02.10.2016 schrieb, als der ungarische Ministerpräsident seine Mitbürger zu einem Referendum aufgefordert hatte, um gegen Aufnahme von Flüchtlingen zu stimmen und Ungarn zu umzäunen. - Der Vater meiner Kinder war im Januar 1957 aus Ungarn geflohen und alle meine Kinder waren somit in Frankreich anerkannte politische Flüchtlinge (Vorsicht : in Deutschland galten sie somit als staatenlos !)  

HONGRIE - UNGARN ......... 

Le 23 octobre sera fête nationale en Hongrie en mémoire de l'insurrection de 1956 et de 200.000 réfugiés hongrois qui ont dû quitter leur pays pour se réfugier un peu partout en Europe. 

Viktor Orban quel age as-tu ??? 60 ans ??? Souviens-toi de 1956!
Quand les Européens accueillait 200.000 réfugies hongrois !!! 

Octobre 1956, la révolution de Budapest vient d’être écrasée dans le sang, les frontières sont ouvertes, le régime a laissé les frontières ouvertes, préférant voir passer à l’étranger une majorité de sa jeunesse et les fauteurs de trouble. Près de 200.000 Hongrois fuient en Autriche, d’abord, et en Yougoslavie ensuite, puis sont réinstallés dans plusieurs pays. Une certaine solidarité se met en place…

En quelques jours, entre la fin octobre et le 7 novembre, 15.000 Hongrois arrivent en Autriche, dont 10.000 Hongrois pour le seul week-end du 4 au 6 novembre, témoigne le HCR. La semaine suivante, cela s’accélère. A la mi-novembre, 36.000 réfugiés sont arrivés. « L’exode s’amplifie, atteignant 80.000 fin novembre, avec un maximum atteint de 8500 personnes atteint en une seule journée » écrit Louis Henry dans la revue Population (publié par Persée, télécharger ici). Et le flux continue les mois suivants. Nous sommes en plein hiver. Il fait froid. La neige a fait son apparition. L’Autriche ouvre des camps, des écoles. Les particuliers, les églises se mobilisent. En Yougoslavie, les hotels de la côte sont réquisitionnés pour accueillir les réfugiés. Au total, jusqu’à début mars 1957, 173.000 hongrois arrivent en Autriche, et 18.600 arrivent en Yougoslavie. Vienne et Belgrade accueillent mais demandent l’aide et la solidarité des Européens et des Occidentaux.

Un plan de réinstallation est mis en place, non sans difficultés… Une note interne à l’OTAN retrace les appels à l’aide de l’Autriche et de la Yougoslavie et leurs difficultés à prendre en charge cette masse de réfugiés sur une durée longue. « Les gouvernements autrichien et yougoslave ne peuvent à eux seuls prendre soin de ces réfugiés, les entretenir et leur fournir les secours immédiats dont ils ont besoin. (…) En dépit d’une aide financière considérable accordée par les gouvernements et de source privée, les gouvernements autrichien et yougoslave ont jusqu’à présent supporté une part excessive de cette charge » poursuit la note du comité politique de l’Alliance.

Mais, à l’échelle de l’évènement, et de la situation d’aujourd’hui, on peut remarquer que la mobilisation et la prise en charge est rapide. « C’était le premier mouvement dans lequel les réfugiés étaient reconnus en masse » souligne António Guterres, le Haut commissaire aux réfugiés (HCR), en 2006, lors de la commémoration des 50 ans de cet exode. « Nous avions réinstallé 100 000 personnes dans les dix premières semaines ce qui, je crois, est inimaginable aujourd’hui. » Fin février 117.000 Hongrois sont ainsi repartis d’Autriche vers plusieurs pays, grâce à une politique de « quotas » d’accueil mis en place.

Seit 2015 haben sich Ablehnung und sogar Beschimpfung und Hass gegen alles Femde vermehrt . Doch Asyl ist in Deutschland ein von der Verfassung geschütztes Recht. Menschen, die aus anderen Teilen der Welt vor Gewalt, Krieg und Terror fliehen, sollen hierzulande Schutz finden.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 16a 

(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.

(2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt. In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden.

(3) Durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können Staaten bestimmt werden, bei denen auf Grund der Rechtslage, der Rechtsanwendung und der allgemeinen politischen Verhältnisse gewährleistet erscheint, daß dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet. Es wird vermutet, daß ein Ausländer aus einem solchen Staat nicht verfolgt wird, solange er nicht Tatsachen vorträgt, die die Annahme begründen, daß er entgegen dieser Vermutung politisch verfolgt wird.

(4) Die Vollziehung aufenthaltsbeendender Maßnahmen wird in den Fällen des Absatzes 3 und in anderen Fällen, die offensichtlich unbegründet sind oder als offensichtlich unbegründet gelten, durch das Gericht nur ausgesetzt, wenn ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahme bestehen; der Prüfungsumfang kann eingeschränkt werden und verspätetes Vorbringen unberücksichtigt bleiben. Das Nähere ist durch Gesetz zu bestimmen.

(5) Die Absätze 1 bis 4 stehen völkerrechtlichen Verträgen von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften untereinander und mit dritten Staaten nicht entgegen, die unter Beachtung der Verpflichtungen aus dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, deren Anwendung in den Vertragsstaaten sichergestellt sein muß, Zuständigkeitsregelungen für die Prüfung von Asylbegehren einschließlich der gegenseitigen Anerkennung von Asylentscheidungen treffen.

Wir sollten uns glücklich schätzen,

in einem z.Zt meist friedlichen und vor allem demokratischen Europa zu leben.

Geboren im so genannten III.Reich bin ich seit meiner Kindheit stolz, diese Grundrechte voll und ganz zu geniessen. Zur jeweiligen Volljährigkeit habe ich damals meinen Kindern das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Buchform geschenkt. 

Diese Grundrechte sind gültig für uns

und auch für unsere Besucher.

Nachstehend die Artikel 1 - 5

Die Grundrechte der Bundesrepublik Deutschland

Art 1 (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. (3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Art 2 (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Art 3 (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Art 4 (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet. (3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

Art 5 (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre. (3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Die Menschen, die nach Europa kommen, werden in zwei Kategorien eingeteilt :

Flüchtlinge & Migranten

Flüchtlinge fliehen vor Verfolgung

Flüchtlinge sind laut Genfer Flüchtlingskonvention Menschen, die „aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung“ ihr Land verlassen haben. Ob eine staatliche Verfolgung vorliegt, wird in nationalen Asylverfahren festgestellt, die sich von Aufnahmestaat zu Aufnahmestaat unterscheiden. Umstritten ist, ob sich der Schutz der Genfer Konvention auch auf Flüchtlinge bezieht, die nicht vor staatlicher Verfolgung in ihrer Heimat geflohen sind, sondern zum Beispiel in einem Bürgerkrieg von Rebellen bedroht wurden. Für diese Menschen gibt es unser Asylrecht.

Hier in Europa geht es den meisten Menschen gold 

wir zeigen nach draussen ein Schlaraffenland

mit zu prall gefüllten Schaufenstern

das erzeugt Begehrlichkeit;

dieses Schaufenster ist sehr trügerisch, und in unseren Hinterhöfen der Gesellschaft lebt viel zu viel Elend.

Migranten erhoffen sich ein besseres Leben im angeblichen Schlaraffenland

Migranten (von lateinischen migratio = Umzug, Wanderung, Auswanderung) erhoffen sich in einem anderen Land ein besseres Leben und verlassen ihre Heimat - oft auf illegalem Weg und mit großem persönlichen Risiko. Wichtige Gründe für Migration sind neben großer Not auch politische Krisen und bewaffnete Konflikte. Es kann sich darum bei Migranten neben Armuts-, Wirtschafts- und Klimaflüchtlingen auch um Kriegsflüchtlinge handeln. In der Bundesrepublik hat sich in den vergangenen Jahren der Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ als Bezeichnung für Zuwanderer und ihre Nachkommen eingebürgert. Auch das Statistische Bundesamt benutzt seit dem Mikrozensus 2005 diese Definition. 2014 lebten demnach in Deutschland 16,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund - 20,3 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Niemandem fällt es leicht, seine Heimat zu verlassen. Doch weltweit sind über 68 Millionen Menschen auf der Flucht - das besagen die Statistiken des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Es sind Menschen, die vor Bürgerkriegen fliehen, vertrieben wurden oder der Armut entkommen wollen. Seit dem Zweiten Weltkrieg waren noch nie so viele Menschen gleichzeitig auf der Flucht.

Die meisten Menschen bleiben innerhalb ihres Heimatlandes oder fliehen ins Nachbarland. Die größte Last der Konflikte in Syrien und dem Irak tragen deshalb die angrenzenden Staaten: Millionen sind in die Türkei, in den Iran und den Libanon geflüchtet.

Hunderttausende - auch aus Afrika - machen sich auf den Weg nach Europa. Deutschland und Schweden sind dabei die beliebtesten Ziele der Flüchtlinge - wohlhabende Länder mit einer florierenden Wirtschaft und gut funktionierenden Sozialsystemen.

Vor 73 Jahren bin ich selbst mit meiner Familie im tiefsten Winter aus dem heutigen Polen geflohen.

Tod und Teufel sind immer dabei !!!

 

Deutsche Kinder aus den polnisch verwalteten Gebieten
in einem kleinen Ort Westdeutschlands angekommen.
 August 1948.


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Flucht bundesarchiv bild 183 2003 0703 500 ruckfuhrung deutscher kinder aus polen

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